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Der Fachberater informiert Pflanzen für die Herstellung von Stärkungsmitteln
Pflanzenart Verwendung Ackerschachtelhalm Brühe: Vorbeugung von Pilzkrankheiten, Jauche: gegen Blattläuse und Spinnmilben Beinwell verdünnte Jauche als Blattdüngung Brennnessel Jauche zum Gießen Wurmfarn verdünnte Jauche gegen Blattläuse und zur Schneckenabwehr, unverdünnt als Winterspritzung und gegen Rostpilz Holunder Jauche zur Vergrämung von Wühlmäusen in die Gänge gießen Kapuzinerkresse unverdünnter Tee gegen Blutläuse Knoblauch verdünnte Jauche als Stärkung gegen Pilzerkrankungen, unverdünnt gegen Möhrenfliege, als Tee gegen Echten Mehltau Mehrrettich Tee oder Brühe gegen Monilia Rainfarn Tee oder Brühe gegen Milben, Läuse Rhabarber Brühe, Tee oder Jauche gegen Blattläuse Tomate Jauche gegen Kohlweißling und Schnecken Wermut Jauche gegen Läuse, Raupen, Ameisen
Quelle: Pflanzenschutz im Garten von Jochen Veser
Im Gartenbau werden seit jeher viele Mittel eingesetzt, die die Widerstandskraft der Pflanzen erhöhen sollen. Solche als Pflanzenstärkungs- mittel bezeichneten Präparate werden von verschiedenen Firmen hergestellt und kommen als Konzentrate oder Pulver in den Handel. Zur Abwehr von Insekten wird der abschreckende Duft mancher Pflanzen aus genutzt. Meistens sind Pflanzenauszüge oder Gesteinsmehl die Basis solcher Präparate. Mittel, um die Widerstandskraft von Pflanzen zu stärken, sind leicht selbst hergestellt (siehe Tabelle). Zur Herstellung von Pflanzen-brühen werden die zerkleinerten Pflanzenteile in Wasser angesetzt und für einen Tag stehen gelassen. Am nächsten Tag wird dieser Ansatz aufgekocht; er soll etwa eine halbe Stunde lang sieden. Für einen Tee müssen die Pflanzenteile mit kochendem Wasser über-brüht werden, der Sud muss anschließend etwa 15 min. ziehen. Kalte Auszüge werden durch Einweichen der Pflanzenteile in möglichst weiches Wasser hergestellt, es darf nicht zur Gärung kommen. Für die Herstellung von Jauchen wird zunächst ein kalter Auszug angesetzt, dieser Ansatz bleibt aber längere Zeit bis zur Gärung stehen. Die hergestellten Ansätze werden nach dem Erkalten abgesiebt und müssen für die meisten Anwendungen verdünnt werden. Nicht immer gleich teure Stärkungsmittel und Pflanzenschutzmittel kaufen!
Quelle. Neudorff
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